Kupfer und Kupferlegierungen chemisch vernickeln

Unbeschichtete Buntmetalle oxidieren an der Luft und verschleißen bei mechanischer Belastung extrem schnell. Wir lösen dieses Problem dauerhaft, wenn wir Ihr Kupfer chemisch vernickeln. Unsere NiDur-Legierungen erzeugen harte und maßhaltige Oberflächen auf Funktionsteilen bis zu 1000 kg.

Warum erfordert Kupfer überhaupt eine Beschichtung?

Kupfer sowie Legierungen wie Messing und Bronze bieten eine hohe elektrische und thermische Leitfähigkeit. In mechanisch beanspruchten Baugruppen führen mangelnde Oberflächenhärte, Passungsrost und chemische Angriffe jedoch schnell zu Bauteilausfällen. Standardmäßige galvanische Bäder bauen an geometrischen Kanten oft ungleichmäßige Schichten auf und verfälschen enge Zeichnungstoleranzen. Sie stoppen Oxidation und Abrieb nachhaltig, wenn Sie das Buntmetall mit einer Nickel-Phosphor-Legierung überziehen.

Chemisch Vernickeln: Unsere NiDur®-Verfahren im Überblick

Wir bieten Ihnen unter der Marke NiDur® verschiedene Nickel-Phosphor-Verfahren an.

Technische Kapazitäten und Spezifikationen

Parameter Spezifikation
Maximale Bauteilmaße 1400 (L) × 400 (B) × 1000 (T) mm
Maximales Stückgewicht Bis zu 1000 kg
Fertigungsverfahren Gestellware und Trommelware (für Massenteile)
Legierungstypen Mittelphosphorig (NiDur® P8), Hochphosphorig (NiDur® P12)
Zusätzliche Eigenschaften Lötbar, bleifrei, cadmiumfrei

Vorteile der chemischen Vernickelung auf Kupfer

Planparallele Schichtdicke

Die außenstromlose Abscheidung erzeugt eine durchgehend identische Schichtstärke ohne Kantenaufbau auf Ihren komplexen Frästeilen.

Erhöhte Oberflächenhärte

Durch eine thermische Nachbehandlung im Ofen steigern wir die Schichthärte extrem beanspruchter Funktionsteile auf Werte bis zu 70 HRC.

Maximaler Korrosionsschutz

Hochphosphorige NiDur®-P12-Schichten bilden eine amorphe Struktur und blockieren Angriffe durch aggressive Säuren oder Laugen vollständig.

Wirkungsvolle Sperrschicht

Unsere Stinox-Zinn-Nickel-Deckschicht stoppt das schädliche Wandern von Kupferionen an die Bauteiloberfläche in der Lebensmitteltechnik.

Reduzierte Reibung

Das optionale NanoDisp-PTFE-Verfahren bettet Fluorpolymere direkt in die Matrix ein und senkt den mechanischen Abrieb beweglicher Teile.

Zertifizierte Sicherheit

Sämtliche NiDu®r-Verfahren erfüllen strenge internationale Vorgaben wie die RoHS-Richtlinie oder die EU-Altautoverordnung für Ihre Automotive Projekte.

Kupfer chemisch vernickeln: Geeignete Werkstoffe

Unser NiDur®-Verfahren veredelt reines Elektrolytkupfer für stromführende Kontakte absolut maßhaltig. Wir beschichten zudem komplexe Kupfer-Zink-Legierungen wie Messing für die Hydraulik sowie unterschiedliche Zinnbronzen für den Pumpenbau. Sie erhalten auf all diesen industriellen Buntmetallen eine dauerhaft haftfeste Schutzschicht. Wir bearbeiten ausschließlich metallische Grundwerkstoffe und beschichten keine Kunststoffe.

Typische Anwendungsbereiche

Wir bieten Ihnen unter der Marke NiDur® verschiedene Nickel-Phosphor-Verfahren an.

Jetzt Kupfer chemisch vernickeln

Senden Sie uns Ihre technischen Zeichnungen und fragen Sie direkt nach freien Kapazitäten für Ihre Kupferbauteile. Wir prüfen Ihre Vorgaben auf galvanische Machbarkeit und erstellen Ihnen ein konkretes Angebot mit festen Lieferzeiten.

FAQ: Häufige Fragen zum Kupfer chemisch vernickeln

Können wir Kupfer direkt chemisch vernickeln?

Kupfer und seine Legierungen besitzen keine katalytische Aktivität für das Prozessbad. Daher aktivieren wir die Oberfläche vor dem Beschichten über ein spezielles nasschemisches Verfahren. Nach dieser Vorbehandlung scheidet das Bad die Nickelschicht absolut haftfest ab.

Reines Kupfer leitet Strom exzellent, während Nickel Phosphor einen höheren spezifischen Widerstand besitzt. Die extrem dünne Beschichtung schützt den Kern vor Korrosion, ohne den Stromfluss im Bauteilinneren maßgeblich zu blockieren. Für stark beanspruchte Kontakte stimmen wir die optimale Schichtdicke vorab exakt mit Ihren Ingenieuren ab.

Für einen reinen Korrosionsschutz genügen erfahrungsgemäß Schichtdicken zwischen 5 und 10 Mikrometern. Stark beanspruchte Funktionsteile im Maschinenbau erfordern dagegen 15 bis 50 Mikrometer dicke Schutzschichten. Wir definieren das exakte Maß anhand Ihrer Konstruktionsdaten und den tatsächlichen Einsatzbedingungen.

Das Verfahren bringt eine schützende Legierung ganz ohne elektrischen Strom auf das Metallteil auf. Die Bauteile tauchen in ein rund 90 Grad Celsius heißes Prozessbad ein. Dort wächst die Schicht absolut gleichmäßig auf, auch in tiefen Bohrungen oder komplexen Hohlräumen.

Die Grundhärte einer chemischen Nickelschicht schützt bereits effektiv vor mechanischem Abrieb. Durch eine gezielte Wärmebehandlung nach dem Baddurchlauf scheiden sich spezielle Nickelphosphide aus. Dieses Tempern steigert die Endhärte der Bauteile auf bis zu 70 HRC.

Unsere Beschichtungssysteme erfüllen sämtliche gesetzlichen Vorgaben für den industriellen Einsatz im internationalen Maschinenbau. Dazu gehören die EU-Altautoverordnung sowie die strikte RoHS-Richtlinie. Außerdem entsprechen unsere Veredelungen der EU-Elektrogeräte-Richtlinie und Elektronikgeräte WEEE-Richtlinie.